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Philosophie
  Yoga ist keine Religion oder Glaubensrichtung, sondern eine reine Lebenswissenschaft. Sie wurde von indischen Sehern ausgearbeitet und ist über viele Kulturkreise weltweit verbreitet. Yoga entwickelte sich schon früh zur exakten Wissenschaft, zu einem vollkommenen und praktischen Entwicklungs- und Übungssystem, das ganzheitlich auf die Menschen wirkt.

Die Veden (in der indo-europäischen Sprache Sanskrit verfasste religiöse Texte) beinhalten alle Weisheiten und Techniken des Yogas. Sanskrit heißt soviel wie "wohl geformt, veredelt, perfekt, glänzend". Schon bei der Bedeutung dieses Wortes erkennt man die Klarheit und das Wesen, die durch die Praxis des Yogas vermittelt werden.

Das ca. 5000 Jahre alte Übungssystem umfasst eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen wie Asanas (Körperübungen), Pranayamas (Atemtechniken), Meditation und Askese (Enthaltsamkeit).

Das Wort Yoga, (Sanskrit, Yoga, von yuga „Joch“, yui für: „zusammenbinden, anspannen, anschirren, anjochen“, „hochziehen“), bedeutet sinngemäß „die Aufmerksamkeit richten auf“, “Integration“, „Selbstbeherrschung“ und „Vereinigung".

Früher wurde Yoga in mündlicher Form vom Meister zum Schüler weitergegeben. In den so genannten Yoga Sutras (einer 2000 Jahre alten Abhandlung der Yogaphilosophie) sind in 196 Aphorismen die gesamte Yogaphilosophie festgehalten; diese wurden von vielen verschiedenen weisen Männern mündlich verbreitet und vom Weisen und Yogameister Patanjali schriftlich zusammengefasst. Die Yoga Sutra bildet das Grundgerüst, auf dem die heutige Yogapraxis aufgebaut ist. Patanjalis philosophischer Führer beschreibt, wie man mit den menschlichen Werten umgehen soll. Sein Ziel ist das innere Chaos der widerstreitenden Antriebe und Gedanken zu besänftigen. Seine Philosophie besagt, dass der Geist, der unsere Gedanken lenkt, von Natur aus zu Egoismus neigt. Daraus entspringen Voreingenommenheit und Vorurteile, die im täglichen Leben Schmerz und Kummer verursachen.

Im eigentlichen Sinne beschreibt Yoga die Bedeutung der Einheit und eine Methode der Disziplin. Philosophischer betrachtet bedeutet es, den Mikrokosmos mit dem Makrokosmos oder das individuelle Selbst mit dem universellen Selbst zu verbinden. Dies ist die Vereinigung von Körper und Geist.

Durch die Übungen richtet der Anfänger seine ganze Aufmerksamkeit anfangs auf seinen Körper, wodurch Yoga das Körperbewusstsein steigert.
Hierbei steht augenscheinlich der körperliche Nutzen im Vordergrund. Eine positive Veränderung von Geist und Gedanken stellt sich bei jedem Übenden unwillkürlich im Laufe der Zeit ein. Der Übende erkennt bald die positive Wirkung des Yoga auf den Geist und die gesamte Denkstruktur und somit auf das Wirken als Person nach außen.

Herz und Kopf werden im Yoga als Zentren des Geistes angesehen. Die Grundintelligenz, die Intelligenz des Herzens, ruft falschen Stolz hervor. Dies beeinträchtigt die Intelligenz des Kopfes. Ist der Mensch nicht in Balance, so macht sich dies durch physisches und/oder psychisches Unwohlsein bemerkbar. Als Folge werden wir krank.

Patanjali beschreibt diese Übel wie folgt:

  • Körperliches Leiden
  • Abneigung gegen Arbeit
  • Zweifel
  • Gleichgültigkeit
  • Trägheit
  • Begierde nach sinnlicher Befriedigung
  • Falsches Wissen
  • Unwohlsein
  • Körperliche Instabilität
  • Unregelmäßige Atmung

Yoga vertreibt diese Übel. Durch eine regelmäßige Yogapraxis werden Geist, Gefühle, Intellekt und Vernunft gleichermaßen geschult, diszipliniert und gesund erhalten.

Das höchste Ziel des Yoga ist die Verwirklichung unseres wahren Selbsts, des eigentlichen ICHS. Dies sehen die Yogis als Eins mit dem Göttlichen, dem kosmischen Bewusstsein. Der Weg dorthin führt zur wahren Liebe, zum Gefühl der Einheit, zur Erfahrung reinen Seins, zu vollkommenem Wissen und unbeschränktem Glück.

Yoga zielt auf die Aktivitäten des Geistes und beeinflusst diesen positiv und für jeden Menschen individuell. Nur mit gefestigtem und vollständig kontrolliertem Geist ist es möglich, Situationen auch nach außen hin positiv zu beeinflussen.
Es spricht die Menschen auch jenseits der körperlichen Erfahrung an, da es unweigerlich zum Nachdenken anregt. Yoga ist in erster Linie ein Lebensstil. Yoga ist keine Religion.

Jeder hat es selbst in der Hand sein Leben in irgendeiner Art zu verbessern. Yoga kann mit seiner Fülle von Übungen und Praktiken dabei helfen. Jeder soll und muss selbst entscheiden, wie er mit Yoga umgehen will. Ohne viel Zeit und Anstrengung kann man Yoga als reine Entspannungstechnik sehen. Auch als körperliche Fitness kann Yoga betrachtet werden. Wie sich auch der Einzelne entscheiden mag, das Überraschende an dieser sehr alten Technik ist, dass auch ein augenscheinlich „passiv“ Übender seine Gedankenwelt, seine Gefühle, sein Wirken mit sich und der Außenwelt unweigerlich verändert.

Dieses ca. 5000 Jahre alte Übungssystem, das sich in Indien in Jahrtausenden entwickelte und bewährte, wurde erst vor ein paar Jahrzehnten der westlichen Welt zugänglich gemacht. Jedoch sollte hierbei beachtet werden, dass die Entwicklungen der indischen und der westlichen Kultur gänzlich unterschiedlich sind. Deshalb haben wir es uns zum Ziel gemacht, Yoga im Westen an die dort lebenden Menschen, also an deren Kultur, Mentalität sowie deren Körper und Geist anzupassen.

Yoga bietet viele verschiedene Yogawege.

Yoga umfasst grundlegend eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen, wie Asanas (Körperübungen), Pranayamas (Atemübungen) und Meditation.
Der Übende lernt zuerst, sich mit Hilfe der Asanas auf seinen Körper zu konzentrieren. Dadurch wird das Körperbewusstsein gesteigert und es entsteht eine zunehmende Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit und automatisch ein positiv veränderter Denkprozess. Dieser spiegelt sich wiederum positiv in der Außenwelt wider.

Yoga wirkt erst im Körper, durch Dehnung und Stärkung, dann auch im Geist.
Ruhe und Ausgeglichenheit, Kraft und Flexibilität sind das Resultat.

Wer regelmäßig Yogaübungen praktiziert wird feststellen, wie mit der Zeit der Körper von innen gekräftigt wird und die natürlichen Abwehrkräfte steigen. Yoga reduziert zudem den negativen Einfluss von Stress auf Körper und Geist.

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