< zurück
Iyengar
 
 

Gesundheit ist das Ergebnis eines vollkommenen Zusammenspiels von Körper und Geist. Jede einzelne Zelle des Körpers muss daran beteiligt sein. Obwohl Yoga im Wesentlichen eine geistige Kunst ist, bewirkt das Üben seelisches und körperliches Wohlbefinden. Gesundheit bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Für eine gute Gesundheit müssen sich Gelenke, Gewebe, Muskeln, Zellen, Nerven, Drüsen und Körpersysteme in vollkommener Harmonie befinden. Gesundheit ist das perfekte Gleichgewicht von Körper und Geist, Verstand und Seele. Sie ist wie das strömende Wasser eines Gebirgsbachs, immer frisch und rein. Der Mensch verfügt über Wahrnehmungsvermögen, den Geist als Sitz der Gedanken und Gefühle, Intelligenz, innere Bewusstheit und ein Gewissen. Wenn sie Yoga üben, fördern sie all diese Elemente. Mit Hilfe der Yogahaltungen fließt die Energie bzw. die Lebenskraft gleichmäßig und ungehindert im Körper, und die Gedanken kommen zur Ruhe. Yoga-Übende begegnen dem Leben nicht als passiver Zuschauer, sondern sie kontrollieren ihren Alltag, ihre Lebensumstände und ihre Umwelt.

Yoga ist darauf ausgerichtet Gehirn und Körper in Einklang zu bringen.
Die Asanas wirken sich direkt auf einzelne Organe und einzelne Funktionen des Körpers aus.
Die Asanas machen den Körper geschmeidig und halten den Geist wach.
Sie beruhigen die Nerven entspannen das Gehirn und erhalten das physische, physiologische Gleichgewicht.
Sie steigern das Selbstvertrauen und die Willenskraft, verbessern die Beweglichkeit der Muskeln und Gelenke.
Sie bringen die linke und rechte Körperhälfte ins Gleichgewicht.
Asanas basieren auf Strecken, Beugen, Drehen und Entspannen. Dies wirkt sich wiederum auf verschiedene Körperfunktionen aus.
Sie können heilen und anregen, aber auch bestimmte Körperteile beruhigen.
Sie reinigen und kräftigen die Organe, die Knochen und jede einzelne Zelle des Körpers.

Yoga macht keinen Unterschied zwischen Körper und Psyche und ist somit eine Kombination aus Physiotherapie, Psychotherapie und geistigem Training. Durch das Üben der Asanas wird der gesamte Organismus wohl dosiert mit frischem, heilendem Blut und Energie versorgt.

Nachfolgend Iyengars kurze Zusammenfassung des menschlichen Organismus und der positiven Wirkungsweise der Asanas:

  • Yoga-Übungen kräftigen Knochen und Muskeln und fördern die Koordination.
    Der menschliche Körper besteht auch aus Knochen und Muskeln. Die Knochen des Skeletts werden durch Gelenke verbunden. Diese wiederum werden von Bändern, Sehnen und Muskeln fixiert und bewegt. Eine Verbesserung der Muskelfunktion stärkt den gesamten Körper.
  • Yoga-Asanas sind eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit Hauterkrankungen zu lindern.
    Die Haut ist das grösste Sinnes-Organ des Körpers. Sie reguliert die Körpertemperatur und schützt zudem die inneren Organe. Die Haut besteht aus der Ober- oder Lederhaut (Epidermis), einer Bindegewebsschicht (Gefösse und Nerven, Schweissdrüsen, Haarvollikel und Talkdrüsen), und der Unterhaut.
  • Asanas helfen, einige allgemeine verbreitete Störungen des Herz-Kreislaufsystems zu lindern.
    Unser Herzmuskel pumpt unablässig Blut in alle Körperteile. Die Arterien, Venen und Kapillargefässen bilden das Kreislaufsystem, durch das das Blut geleitet wird. Blut wird zum Herzen transportiert und von dort in den ganzen Körper gepumpt. So werden Sauerstoff und Nährstoffe durch den Körper geleitet, aber auch alle Ausscheidungsprodukte aus dem Körper durch die Lungen, die Haut und die Ausscheidungsorgane entsorgt.
  • Yoga-Asanas helfen bei allen Atembeschwerden und reinigen zu dem die Lunge.
    Die Atmung beginnt in der der Nase und im Rachen. Die eingeatmete Luft gelangt durch die Luftröhre in die zwei Hauptbronchien. Die feinen Äste der Bronchien leiten die Luft weiter in die Lungenflügel. Am Ende der feinsten Verästelungen der Lungen binden die roten Blutkörperchen den Sauerstoff und transportieren ihn somit in den Körper. Entgegengesetzt gelangt das Kohlendioxid aus dem Blut wieder in die Lunge und wird von dort über unsere Nase aus unserem Körper ausgeatmet.
  • Regelmäßiges üben von Asanas lindert zum Beispiel Verdauungsprobleme.
    Die Nahrung, die wir aufnehmen, liegt im Körper einen Weg von ca. 11 Metern zurück. Sie wird im Mund aufgenommen, zerkleinert und wandert weiter in die Speiseröhre, den Magen, den Dünndarm, den Dickdarm und schließlich den Mastdarm. Auf diesem langen Weg zerlegen Speichel, Sekrete der Bauchspeicheldrüse, der Gallenblase, des Magens und der Leber sowie Verdauungsenzyme die Nahrung weiter in seine Bestandteile. Im Verlauf dieses Weges nimmt der Körper aus der Nahrung die Nährstoffe auf.
  • Yoga-Asanas sind eine wirkungsvolle Hilfe bei vielen Harnwegsproblemen.
    Zum Harnwegssystem gehören die Nieren, die Harnleiter, die Blase und die Harnröhre. Wasser und Ausscheidungsprodukte des Stoffwechsels sammeln sich als Urin in den Nieren. Der Urin wird über die Harnleiter zur Blase transportiert und gelangt über die Harnröhre nach aussen. Die Nieren sind somit ein wichtiger Regulierer des Salz- und Wasserhaushaltes.
  • Regelmässiges üben von Asanas regt die Hormonproduktion in den Drüsen an und regelt diese
    Hormone steuern unsere Körperfunktionen. Sie sind natürliche chemische Bodenstoffe. Drüsen wie Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Hirnanhangsdrüse, Zirbeldrüse, Drüsen der Nebenniere, Hoden, Eierstöcke, und auch Langerhansschen-Inseln der Bauchspeicheldrüse produzieren die Hormone.
  • Durch regelmäßiges üben der Asanas wird das Immunsystem gestärkt.
    Das Immunsystem, die körpereigene Abwehr, schützt uns vor Krankheiten. Ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems bildet das Blut. Es besteht hauptsächlich aus Plasma sowie roten und weissen Blutkörperchen. Die weissen Blutkörperchen enthalten die Abwehrzellen und übernehmen die Aufgabe, Krankheitserreger zu bekämpfen. Man unterscheidet zwischen natürlicher, also angeborener und spezifischer, erworbener, Immunität. Yoga stärkt beide Abwehrkräfte.
  • Regelmässiges üben der Asanas stärkt das gesamte Nervensystem, spricht die Hormondrüsen sowie das sympathische und das zentrale
    Nervensystem an.
    Sie beruhigen die Atmung sowie den gestressten Körper und Geist. Das zentrale Nervensystem besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Es ist Informationszentrum und –speicher sowie Kontrollzentrale. Man unterscheidet zwischen dem peripheren und dem vegetativen Nervensystem. Das vegetative Nervensystem steuert die unwillkürlichen Funktionen des Körpers, wie Organe, Drüsen und andere Körperteile (z.B. Zwerchfell-Reflex). Der Stress des Alltags wirkt sich natürlich auch auf unsere Gefühle und Emotionen aus. Yoga basiert auf der Annahme, dass die Hormone den Geist und das Nervensystem beeinflussen. Starke Emotionen lassen sich auf ein hormonelles Ungleichgewicht zurückführen, das uns für Infektionen und andere Krankheiten anfällig macht.

Asanas fördern die perfekte Balance der Atmung, des Kreislaufs, des Nerven- und des Hormonsystems sowie der Verdauungs- und Fortpflanzungsorgane. Dieses Gleichgewicht im Körper beruhigt den Geist und schärft den Verstand.

Asanas kann jeder Mensch üben, unabhängig von seiner individuellen Konstitution und körperlichen Verfassung. Asanas umfassen waagrechte, senkrechte und drehende Bewegungen, die in einem Ruhezustand enden. Diese Haltungen fördern die Durchblutung und versorgen jeden Teil des Körpers mit neuer Energie. Sie regen die Zellen an, besonders jene, die am nötigsten danach verlangen. Yoga beseitigt die Schwerfälligkeit des Körpers und des Geistes und macht sie wieder aktiv. Schließlich erreichen Körper und Geist die Stufe des Erleuchteten selbst. Yoga-Asanas regen unsere Gefühlswelt an und verändern sie zum positiven. Aus Besorgnis wird Mut, aus Unentschlossenheit und schlechtem Urteilsvermögen entsteht Entscheidungsfreude, emotionale Unsicherheit wandelt sich zu Vertrauen und geistiger Ausgeglichenheit. Asanas kräftigen nicht nur Muskeln, Gewebe, Bänder, Gelenke und Nerven, sondern unterstützen auch die chemischen Abläufe im Organismus. Zudem entspannen sie Körper und Geist. Asanas regen ferner den Stoffwechsel, das Lymphsystem und den Hormonhaushalt an. Sie sorgen dafür, dass der Organismus in einen Zustand des perfekten Gleichgewichts gelangt.

Der Link auf die Iyengar-Seite ist in Vorbereitung

 

 

< zurück